Das Gespräch mit der Verwaltung am 30.7.2015

Das Gespräch fand tatsächlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Einem Journalisten, der in der Zeitung darüber berichten wollte, wurde der Zutritt verweigert.

Anwesend waren, neben einem Ingenieur eines Planungsbüros und der Bürgermeisterin Frau Müller-Otte, weitere Mitglieder der Moringer Verwaltung, einige Fraktionsmitglieder der Parteien, sowie je zwei Vertreter der Bürgerinitiativen “Moringer Becken” und “Böllenberg” und drei Vertreter unserer Bürgerinitiative “Tatort Weper”. Leider war kein Vertreter des Landkreises Northeim anwesend.

Wie erwartet handelte es sich leider vorwiegend um ein Verkaufsgespräch. Verkauft werden sollte: Die Änderung des Flächennutzungsplans zwecks Ausweisung von Windvorranggebieten.

Nach einer freundlichen Begrüßung führte Frau Müller-Otte ihre Präsentation, die wir schon von der Ratssitzung am 9.7.2015 kannten, in leicht abgewandelter Form erneut vor und übergab dann an den Vertreter des Planungsbüros. Dieser führte seinerseits eine Präsentation vor, welche einerseits gesetzliche Grundlagen und Verfahrensschritte bei der Ausweisung von Windvorranggebieten darstellte, und andererseits deutlich machen sollte, dass wir “unbedingt diese Vorranggebiete brauchen, weil wir sonst von Windrädern umzingelt werden”.

Im Anschluss an die Präsentationen gab es eine Diskussionsrunde mit der Möglichkeit, Fragen an die Verwaltung und den Ingenieur des Planungsbüros zu richten.

Die erste Frage kam von Anke Lange und lautete:
Wie ist Ihre Erfahrung: Wenn eine Gemeinde Windvorranggebiete ausweist, wie wahrscheinlich ist es, dass dort dann auch Windkraftanlagen gebaut werden?“.

Die Antwort war sinngemäß:
Sehr wahrscheinlich. Also wenn Gebiete ausgewiesen werden, wird da in der Regel auch gebaut“.

Durch hartnäckiges Hinterfragen konnten wir erfahren, dass die meisten Vorteile, die die Ausweisung von Windvorranggebieten bringen soll, nicht so groß oder sicher sind, wie uns eingangs dargestellt wurde. Weitere Details dazu folgen in einem gesonderten Beitrag.

Obwohl wir also erfolgreich den Sinn des ganzen infrage gestellt haben, blieb sowohl die Verwaltung als auch die Mehrzahl (zum Glück nicht alle) der Parteimitglieder bei ihrem Standpunkt: Sie wollen die Änderung des Flächennutzungsplans.

Wir dagegen sagen: Mit der Ausweisung von Windvorranggebieten bekommen wir auf jeden Fall Windräder, ohne die Ausweisung bekommen wir eventuell Windräder!

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