Zur Werkzeugleiste springen

Düstere Aussichten: Moringen droht Ring von Windkraftanlagen

( Beitrag eingereicht von “Weperfreund” )

Düstere Aussichten für Moringen: Wenn alle bislang bekannt gewordenen Pläne verwirklicht werden, werden die Stadt und die Ortschaften in nicht einmal zwei bis drei Jahren von einem Kranz von 200 Meter hohen Windkraftanlagen eingeschlossen sein. Sie werden nicht nur das Landschaftsbild nachhaltig schädigen, sondern können bei sensiblen Einwohnern auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Lärm, Infraschall, Schattenwurf und die nächtliche Warn-Beleuchtung (Diskoeffekt) führen. Außerdem werden Lebensräume von geschützten Tierarten wie dem Roten Milan zerstört.

Bekannt sind inzwischen Pläne für den Bau von 16 Anlagen, jede ein Drittel höher als der Fernsehsender bei Espol:

  • Auf dem Böllenberg nördlich des Moringer Kirchbergs plant ein Geschäftsmann den Bau von drei Anlagen und
  • auf der Weper will die BayWa bis zu sechs Anlagen errichten.
  • Außerdem sind am 7. Juli 2015 Pläne der Steinfurter von Helmolt Consult für sieben Windräder im südlichen Moringer Becken bekannt geworden. Sie können offensichtlich am schnellsten verwirklicht werden, jedenfalls wenn die Selbstdarstellung der Projektentwicklerin Edeltraut von Helmolt zutrifft.

Im Hardegser Bauausschuss sagte die Projektentwicklerin am 7.7., dass die ihrer Meinung nach genehmigungsfähigen Bauanträge im Spätsommer eingereicht werden können. Vom Landkreis Northeim als zuständige Genehmigungsbehörde erwartet sie im Frühjahr 2016 grünes Licht, Baubeginn soll im letzten Quartal 2016 sein und die Inbetriebnahme der Anlagen in der ersten Hälfte 2017. Ein Energieversorger solle dann den Betrieb übernehmen.

Vier Anlagen sind auf Hardegser Stadtgebiet geplant, drei auf Nörten-Hardenberger. Betroffen ist der Bereich zwischen Hevensen, Wolbrechtshausen, Lütgenrode, Behrensen und Thüdinghausen.

Bereits mit den Plänen für Weper und Böllenberg sind die Belastungen für die Moringer Bürger und die angrenzenden Ortschaften der Nachbargemeinden über jedes zumutbare Maß übertroffen. Politiker und Verwaltungen sollten endlich akzeptieren und die Konsequenzen darauf ziehen, dass die Mehrheit der Bevölkerung diese Monsteranlagen aus Landschafts- und Naturschutzgründen sowie wegen der von ihnen ausgehenden gesundheitlichen Gefahren nicht haben möchte. Windkraft ja, aber an Standorten, wo sie hingehört und nicht an Schwachwind-Standorten.

In Niedersachsen sind am 11. September nächsten Jahres Kommunalwahlen. Die Parteien sollten nicht vergessen, dass aus Bürgerinitiativen ganz schnell Wählergemeinschaften wachsen können, wenn die Parteien den Willen der Bürger ignorieren.

Ein Kommentar zu “Düstere Aussichten: Moringen droht Ring von Windkraftanlagen

  1. Margarethe Berkenbusch

    “Hängt die Grünen, solange es noch Bäume gibt!”
    Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von Mehmet Scholl, ca. 2006.
    Uns steht das dritte Monsterwindrad demnächst vor der Haustür. Ich bin organisiert im
    bürgernetzwerk-energiewende.de. Kennen wir uns?
    Wir haben demnächst Ortsratssitzung. TOP 3: Beantragung einer WEA von 200 Metern Gesamthöhe im Abstand von 800 bzw. 900 Metern zu unseren kleinen Dörfern.
    Es ist nicht mehr zu fassen, was hier im Landkreis Northeim passiert.
    Energiewende? Nein Danke! Und, ich bin definitiv gegen den weiteren Ausbau der Windkraftanlagen in Deutschland. Wir werden im europäischen Ausland schon verarscht:
    “Propellerdeutschland” und “Zappelstrom”.
    MFG Margarethe Berkenbusch