Infraschall

Über die Gefahren von Infraschall, falls Windkraftanlagen auf der Weper gebaut werden

 

Nach Darstellung des Mediziners Dr. Thomas Carl Stiller (Barterode) können zwischen zehn und 30 Prozent der Bevölkerung unter den Folgen von Infraschall leiden, der von Windkraftanlagen und anderen Quellen wie beispielsweise Blockheizkraftwerken ausgeht. Das kann nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge unter anderem zu:

Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Migräne, Sehstören, Tinnitus, und Stress führen. Stiller: „Das Problem wird von den Behörden unterschätzt.“

Stiller machte die Angaben bei einer Info-Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen auf dem Hohen Hagen bei Dransfeld.

Nach bislang vorliegenden Studien habe Infraschall grundsätzlich die gleichen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden wie Schall und Lärm. Ebenso wie radioaktive oder ultraviolette Strahlung sei tieffrequenter Schall nicht wahrnehmbar, habe aber trotzdem Auswirkungen.

Infraschall lässt sich durch keine Schutzmaßnahme bremsen.“ Er sei noch in zehn Kilometern Entfernung von Windkraftanlagen nachweisbar.

8 Kommentare zu “Infraschall

  1. Edith

    Mediziner warnt vor Schädigungen

    Über den von Windrädern ausgesandten Infraschall berichteten Mediziner und Betroffene auf einer Anti-Windkraftveranstaltung in Oberberken.
    WERNER SCHMIDT | 27.06.2015

    Prangert Ignoranz von Politik und Industrie an: Mediziner Johannes Mayer aus Augsburg sprach in Oberberken über die Folgen von Infraschall.

    Die Schurwaldhalle in Oberberken ist rappelvoll. Weitere Stühle werden herangeschafft. Die Besucher bekommen zu hören: “Das Leben unterm Windrad ist ein Vegetieren unterm Windrad.” Das Ehepaar Matthias und Alessandra Eck aus dem Ostalbkreis berichten von ihrem Leben und Leiden mit nur wenige hundert Meter entfernten Windrädern. Als bei ihnen 2006 erste Windräder aufgestellt wurden, “haben wir uns noch nicht viel dabei gedacht”, erzählt das Ehepaar, das sieben Kinder hat. Aber sie hätten sich nicht an die Geräusche gewöhnen können, Schlafstörungen bekommen, ihr Schlafzimmer verlegt. Besser sei es nicht geworden. Dazu seien Gereiztheit, Kopfschmerzen, Herzrasen und Übellaunigkeit gekommen, die Schulnoten der Kinder hätten sich verschlechtert. Den Kindern, die zum Studium das Elternhaus verlassen hatten, sei es bald schon wieder normal ergangen, berichtete das Ehepaar.

    Aber kaum waren sie zuhause, hätten sich schon wieder diese Symptome gezeigt. Inzwischen gaben die Ecks ihren Hof auf, verkauften das Bauernhaus mit finanziellem Verlust, fühlen sich nun aber wohl wie einst. All diese Symptome beschrieb Mediziner Johannes Mayer als Auswirkungen des Infraschalls, der mit seiner Frequenz von unter 20 Hertz alles durchdringe: “Er kann nicht gedämmt werden. Manchmal ist er im Haus sogar stärker als draußen.” Draußen gebe es bestimmte Witterungen, die ihn verstärkten, sagte Mayer und verwies auf die unglückliche Verbindung von Infraschall und Föhn.

    Die Meteorologen Wanka und Höppe hätten schon 2005 nachgewiesen, dass sich im Großraum München an bestimmten Föhntagen Infraschall stark gesundheitsschädlich auswirke. Damit nicht genug: “Die Suizidrate und die Notarzteinsätze wegen psychischer Störungen haben sich an diesen Tagen verdreifacht.” Ursache sei eine sogenannte “schmalbandige” Störung. Und eben diese Störungen würden auch von Windanlagen erzeugt.

    Im Übrigen seien Schädigungen durch Infraschall “keine wissenschaftliche Spinnerei”, denn sie seien sogar von den Krankenkassen anerkannt und würden den behandelnden Ärzten vergütet, sagte Mayer. Das Umweltbundesamt gebe zu, dass “Forschungsbedarf insbesondere bezüglich der Häufigkeit des Auftretens, Art und Umfang von Beeinträchtigungen sowie möglichen Gefährdungen der menschlichen Gesundheit durch tieffrequente Geräusche und Infraschall” bestehe. Dagegen komme das Umweltbundesamt des Landes zu der Erkenntnis, dass der Infraschall von Rotoren nach wenigen 100 Metern nicht mehr spürbar und deshalb unschädlich sei. Mayer vergleicht die angebliche “Ignoranz von Politik und Industrie” gegenüber Infraschall mit Asbest. Seit 1878 industriell angewendet, seien schon 1900 gesundheitsschädliche Schäden bekannt gewesen. Aber erst 1993 sei Asbest verboten worden.

  2. Anke Lange

    Ach ja….und wir reden von 1 Kilometer!

    Infraschall ist auch in 12 km Entfernung nachweisbar

    In einer neuen Studie (Der unhörbare Lärm von Windkraftanlagen –
    Infraschallmessungen an einem Windrad nördlich von Hannover; Lars Ceranna, Gernot Hartmann & Manfred Henger Bundesanstalt für Geowissenschaften) haben die Autoren bei einer Windkraftanlage (Baujahr 2000, Leistung 1.500 KW, Nabenhöhe 100 m, Rotordurchmesser 70 m, Rotationsgeschwindigkeit 16 rpm) Infraschall noch in 12 km Entfernung nachweisen können.
    Es liegt auf der Hand und ist auch schon nachgewiesen, dass moderne Anlagen mit ihrer wesentlich größeren Dimensionierung an Rotordurchmessern und somit Rotorgeschwindigkeiten, erheblich intensiveren Infraschall erzeugen als in der Studie berücksichtigt.

  3. Uninformierte nicht Uniformieren

    Hallo liebe eigenständig denkenden!

    Vermutlich werden hauptsächlich Personen diese Tartort-Weper Seite aufrufen, die die “Verspargelung” aufhalten wollen. Viele haben sich aus dem einen oder anderen Grund bereits eine Meinung dazu gebildet. Gerne möchte ich mit euch in eine nicht emotionale dafür aber sachliche, fundierte und konstruktive Debatte zu dem Thema beginnen.

    Meine Meinung ist, der Hauptgrund des Protests der Windanlagen-Gegner ist unbegründete und übertriebene Angst und ein sich gegenseitiges Bestärken in genau dieser Angst. Dieses Gesellschafts-Psychologische Phänomen findet sich überall in unserer Geschichte und hat sogar Extreme wie den Nationalsozialismus oder die DDR-Diktatur am laufen gehalten. Je öfter unfundierte oder pseudowissenschaftlich belegte Unwahrheiten wiederholt werden, desto mehr neigt der menschliche Verstand, daran zu glauben, da man den Eindruck bekommt, dass alle Anderen es ja auch so sehen und es können sich ja schließlich nicht so viele irren, nicht wahr? Ein Teufelskreis des menschlichen Verstandes!

    In der Wissenschaftlichen Ausbildung wird einem zunächst ein analytisches Vorgehen und das Hinterfragen jeglicher Ergebnisse auf Korrektheit und eventuell verfälschende Einflüsse, beigebracht. In der Windkraftgegnerdebatte bekomme ich oft den Eindruck, dass genau diese Wissenschaftlich fundierte Herangehensweise fehlt und eher das im vorherigen Absatz erwähnte Phänomen in den Vordergrund rückt. Bitte, ich möchte hier niemanden zu nahe treten, geschweige denn beleidigen, aber BITTE informiert euch nicht einseitig!
    Vielleicht kennt ihr ja den Spruch: “Man muss nur lange genug Googlen, dann findet man schon die Antwort die man hören möchte”

    Aus diesem Grund möchte ich euch bitten die folgende wissenschaftlich fundierte Internetseite über Infraschall aufzurufen, zu lesen und zu VERSTEHEN:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Infraschall#Windkraftanlagen

    Ihr könnt ja meinetwegen trotzdem dagegen sein, aber bitte nicht aufrund von falschen Informationen! Bitte seht die geplanten 1000m Abstand als das, was sie sind: Eine sinnvolle und absolut ausreichende SCHUTZMAßNAHME der Bürger”. Wollt ihr wirklich gegen euren Schutz auf die Barrikaden gehen? Ich halte das für kontraproduktiv und nicht im Interesse von uns anderen betroffenen, die die Schutzmaßnahme befürworten. Oder wollt ihr auch gleich für die Abschaffung der Straßen zu unseren Häusern demonstrieren, da hier schließlich mehr Infraschall emissioniert wird? Da mache ich nicht mit!

    Auch ich bin stets gewillt aufgrund von neuen belegbaren Informationen meine Meinung zu ändern. Also, wenn ihr mich eines besseren belehren könnt, nehme ich dies gerne an.

    Bis dahin,
    Simon

    1. Burkhard Carstens

      Jahrzehnte haben Atomkraftgegner vor den Gefahren der Kernkraft gewarnt. Doch Regierungen und die Lobby der Energieversorger blieben bei ihrem Standpunkt: Kernkraft sei sicher. Ein Tschernobyl hat nicht gereicht, wir brauchten erst noch Fukushima, bevor die Anbetung der Kernkraft endlich durchbrochen wurde.

      Wie dieser Artikel der Physikalisch-Technische Bundesanstalt belegt, ist die Wahrnehmung von Infra- und Ultraschall alleine über die Ohren noch lange nicht ausreichend erforscht, geschweige denn, die Wahrnehmung über andere Organe. Er belegt aber bereits, dass Gehirnregionen angesprochen werden, die bei Emotionen eine Rolle spielen.
      In Anbetracht des aktuellen Wissensstands der Forschung sind Behauptungen, wie “Beeinträchtigungen durch Infraschall sind nur eingebildet” oder “1000 m Abstand reichen” in keinster Weise als “sachlich fundiert” oder “informiert” zu bezeichnen.
      Auch die Gleichsetzung “Wer keine Windräder will, muss auch Straßen abschaffen” ist eher belustigend: Ein Auto/LKW ist eine vorbeiziehende Lärmquelle, wogegen ein Windrad stationär ist und somit eine dauerhafte Lärmquelle darstellt, die lediglich mit dem Wind variiert.
      Ich weiß nicht, ob Infraschall wirklich gesundheitsgefährdend ist. Genau genommen weiß das keiner. Dennoch denke ich, man sollte die Wirkung ausreichend untersuchen, BEVOR man abertausende Menschen dieser potenziellen Gefahr aussetzt!

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