Planungsunterlagen Stand Januar 2017 veröffentlicht

In der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses am 26.1.2017 hat Frau Müller-Otte den aktuellen Sachstand bei der Ausweisung von Windvorranggebieten im F-Plan der Stadt Moringen vorgestellt. Diese Informationen sind inzwischen auch online abrufbar. Es handelt sich dabei um Kartenmaterial, welches Zwischenschritte bei der Erarbeitung des Planvorentwurfs darstellt.

Plan 1 zeigt die gesamte Potenzialfläche in Moringen. Dies ist die Fläche Moringens abzüglich der “harten Tabuzonen” (400 m um Wohnbebauung, Wald, Naturschutzgebiete, Sicherheitsbereich um Straßen und Hochspannungsleitungen). Von dieser Potenzialfläche sollen möglichst 7,35%, also ca. 166 ha als Windvorrangfläche ausgewiesen werden.

Die weiteren Pläne zeigen die verbleibenden Flächen, wenn zusätzlich die “weichen Tabuzonen” (vergrößerter Abstand zur Wohnbebauung, Mindestabstand zum Wald) abgezogen werden. Die Kriterien für die weichen Tabuzonen sind bis zu einem gewissen Grad flexibel. Plan 2 zeigt z.B. die verbleibenden Flächen, wenn 800 m Abstand zur Siedlung angesetzt werden. Es müssen nicht alle hier dargestellten Flächen ausgewiesen werden, allerdings können wir nicht nach Gutdünken einzelne Flächen streichen. So sind als erstes die Flächen zu streichen, die aus Naturschutzgründen den größten Restriktionen unterliegen.

Derzeit bewertet das Planungsbüro die einzelnen Flächen hinsichtlich ihrer avifaunistischen Restriktionen, also wie stark das Vorkommen verschiedener, geschützter Tiere gegen eine Nutzung für Windenergie spricht.

Erst, wenn diese Bewertungen vorliegen, können Rat und Verwaltung in den Abwägungsprozess eintreten und anschließend entscheiden, welche Flächen im weiteren Planungsverlauf berücksichtigt werden sollen. Es ist geplant, vor dieser Entscheidung eine außerordentliche (rechtlich nicht vorgeschriebene) Informationsveranstaltung abzuhalten.

Nach der Entscheidung haben wir dann einen Planvorentwurf. Dieser wird öffentlich ausgelegt, damit Bürgerinnen und Bürger, sowie Träger öffentlicher Belange Stellung dazu nehmen können. Dies ist dann die gesetzlich vorgeschriebene “Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit”.

Sodann wird unter Berücksichtigung der Stellungnahmen ein Planentwurf erarbeitet, der erneut vom Rat beschlossen werden muss und anschließend wieder öffentlich ausgelegt wird. Auch hier können wieder Stellungnahmen abgegeben werden, die anschließend geprüft und gegebenenfalls in den Entwurf eingearbeitet werden.

Weitere Informationen zum Ablauf der Planung gibt es hier und hier.

Hinweis: Nächstes Treffen der BI am 1.2.2017.

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